Jetzt ist doch tatsächlich schon 2011 und so vieles ist noch nicht im ansatz fertig… Meinem England Trip fehlen immer noch ein paar Einträge, mein Photobuch hats nicht mal auf eine Seite gebracht und auch so viel anderes ist noch nicht fertig. Aber so viel ist anders geworden seit meinen letzten Einträgen. Vielleicht Zeit dem Blog mal wieder einen neuen Sinn zu geben :)

Von philosophischen Ergüssen über Reiseerlebnissen hin zu … Zu was? Ich bin in den letzten Zügen meiner Bachelor Thesis und das was mein leben im Moment ausmacht ist wenig in Worte zu fassen, noch viel weniger in Worte die Interessant sind. Ich hab mein Interesse für Kultur stärker denn je entdeckt und damit werde ich wohl diesen ersten neuen Post eröffnen. Mit der Kunst die mehr denn je zu meinem Interesse für moderne oder vielleicht sogar Kunst im allgemeinen beigetragen hat: Popart

Pop art is about liking things. – Andy Warhol

Andy Warhol – “Converse Extra Special Value”

Vielleicht werd ich mehr über Kunst und Kultur schreiben :D so nach umgekehrten motto der For Dummies Bücher: Dummies for arts :D Und vielleicht werde ich diesen Sommer auch endlich mal mehr photographieren und das dann hier einstellen :)

Musikalisch habe ich vor einer Weile auf einem Konzert die Helden neu für mich entdeckt und so schließen sie auch diesen ersten Post, ich glaube der erste deutschsprachige Titel bisher :) passend zum Neuen im Blog:

Für Andy:

Es sind die guten Zeiten
Die uns am Ende noch erhalten bleiben
Und zusammen schweißen für ein Leben lang
Es sind die guten Tage
Und nur die Besten der Momente bleiben dir und mir am Ende

Weißt du noch wie schön es war?
Alles war aus Gold
Weißt du noch wie gut wir war‘n?
Wie ein perfekter Plan
Ein kostbarer Moment
Ein kurzer Augenblick
Ein nettes Lächeln
Eine schöne Melodie
So bleibst du in Gedanken für alle Zeiten erhalten
Und alles Schlechte lässt man zieh’n

Weißt du noch wie schön es war?
Alles war aus Gold
Weißt du noch wie gut wir war’n?
Wie ein perfekter Plan
Wie ein perfekter Plan
Es sind die guten Zeiten
Die uns am Ende noch erhalten bleiben
Und zusammen schweißen für ein Leben lang

Es sind die guten Tage
Und nur die besten der Momente bleiben dir und mir am Ende
Es sind die guten Zeiten
Die uns am Ende noch erhalten bleiben
Und zusammen schweißen für ein Leben lang

Es sind die guten Tage
Und nur die Besten der Momente bleiben dir und mir am Ende

Und alles war aus Gold
Und alles war aus Gold
Und alles war aus Gold
Und alles war aus Gold
Und alles war aus Gold

Tag 3 eines Roadtrips, wir hatten alle mehr schlecht als recht geschlafen, auch unsere Zimmer Genossin sah alles andere als erholt aus. Nach einem sehr netten Plausch mit ihr machten wir uns dann fix fertig und begaben uns auf die Suche nach einer Kaffeemaschiene für Dominic und Sebastian. Da die Küche unvorstellbar gestunken hat wollten wir uns also lieber auf ein Starbucks verlassen, was es jedoch in Illfracombe nicht zu geben schien :D daher blieb es bei einem überteuerten, dafür aber schlechten Kaffee und einem Lidl Kuchen zum Frühstück :) Der letzte Blick entschädigte jedoch ein bisschen:

Nächster Planmäßige Stop war nun Bath, der alten Römischen Thermenstadt. Dazwischen:

Hier angekommen waren wir auch wirklich beeindruckt von der Architektur, die ganze Stadt schien wie aus einem Guss, alles in gelben Sandstein gehalten und auch absolut ordentlich, kein Dreck in den Straßen, keine hässlichen Hintergassen, rundum ein schöner Ort… Aber mehr auch nicht :D als wir alle Sehenswürdigkeiten durchhatten und Dominic fast dazu überging in Shoppingsucht zu verfallen entschlossen wir uns früher als geplant nach Bristol aufzubrechen. Hier hatten wir für die Nacht ein Zimmer im Best Western gebucht, um nach der Schlappe der letzten Nacht auch mal etwas upper Class zu nächtigen ;)

>> Bilder FOLGEN noch ;o(

In Bristol angekommen machten wir das, was wohl jeder gerne in einem Hotelzimmer tun würde: Eine Kissenschlacht :D

Dann zogen wir in die Stadt und ich zeigte den beiden meine Lieblingsplätze in Bristol, wie den Brandon Hill, und wir entschlossen uns für ein Abendessen im Cosma, was wohl eine Englische Asia Restaurant Kette is.  Hier gab es ein gemischt asiatisches Buffet und allein der Nachtisch war die 12 Pfund wert:

Danach gingen wir dann noch auf einen echten Pub Abend ins Woods und fielen Nachts irgendwann erschöpft und ich denke ich kann von mir auf alle schließen doch recht glücklich ins Bett. Am nächsten Morgen, nachdem ich mir vorwürfe anhören musste ich hätte Dominic fast aus dem Bett geworfen nachts, was absolut gelogen ist ;D, gingen wir dann zum Frühstück. Fast das komplette engliche Programm, bis auf Black Pudding und Mushrooms, trotzdem denke ich das beste Frühstück das wir haben konnten:

Nun gings los zum letzten Teil der Reise: Stonehange. Und es regnete… nicht der typische englische Niesel Regen, es Regnete RICHTIG… Viel Englischer Regen und wir waren Klatschnass bevor wir überhaupt drin waren. Aber irgendwie empfand ich es als ganz stimmig, es passte zu dieser uralten Kultstädte, von der eigentlich niemand mehr weiss wofür sie einmal gut war. Ich fand die Führung ziemlich intressant und es war jeden Tropfen wert ;D

>> Bilder FOLGEN noch ;o(

Da wir noch etwas Zeit hatten und Dominic auch schon immer einen Oxford University Kaputzen-Pullover besitzen wollte machten wir noch einen Bogen über Oxford. Dieses Städtchen hat schon seinen besonderen flair mit den vielen Colleges und Studenten, ein bisschen wie Hogwarts ;)

Nun kam der anstrengendste Teil der Tour, zurück nach Stansted… Wir steckten ewig im Stau… trotz Navigationstips endeten wir ca 2 Stunden später als geplant in Stansted und somit wurde aus dem gemeinsamen ausklang in London nichts mehr. Ich hatte meinen Bus schon verpasst und musste den Stansted express in die Stadt nehmen, wo ich gerade so noch meinen Bus nach Winchester bekam.

Musikalisch machen Razorlight den Abschluss mit einem Beatles Cover, also absolut englisch :D Was nach insgesamt 1512km bleibt sind Erinnerungen und Photos, Cheerio :)

Tag 2 unseres Roadtrips starteten wir 200 Meter entfernt von unserm Hostel mit einem traumhaften Blick über eine der Buchten von Newquay:

Danach kletterten wir die Klippen runter und haben uns einfach ans Meer gesetzt und den Wellen zu geschaut. Die Landschaft war Atemberaubend und das Wetter war toll (wenn auch etwas frisch ;D)

Als nächstes wollten wir den Süd Westlichsten Punkt von England bereisen, Lands End. Und das ist sogar sehr wörtlich zu nehmen wie uns unser Navi bald verriet:

Dort haben wir dann unseren Marcs & Spencers Lunch verdrückt und ein paar schöne Photos gemacht, wenn auch hinter der Absperrung auf den “dangerous cliffs” aber es war wundertoll:

Also wir dann noch fast trocken gefahren wären, da wir auf der suche nach dem Minack Theatre, ein in den Fels gehauenes Amphie Theater, keine Tankstelle gefunden haben. Das Theater war uns zwar dann mit 7 Pfund zu teuer, daher ist das Photo davon aus dem Internet, aber die Ausblicke waren toll:

Nachdem wir dann frisch aufgetankt zwei Stunden später in St Ives eintrafen und auch irgendwann einen Parkplatz hatten verbrachten wir noch einen schönen Nachmittag dort

Zum Abendessen stoppten wir dann in Barnestaple um Sebastian auch mal einen englischen Pub zu zeigen bei Wehterspoons. Wir hatten für die Nacht eine Bleibe in Illfracombe gefunden, das “Oceana Backpacker Hostel” was mit 12 Pfund ein wahres Schnäppchen war, wir bezahlten das mit einem 8 Bett Zimmer von naja, eher minderer Qualität. Um 10 Uhr gesellte sich dann noch eine weitere Dame in unser Zimmer und wir sind erstmal noch etwas an die Luft gegangen, wo Dominic und Sebastian sich an unseren guten Lidl Cider machten :D Nachdem wir 3 Stunden in der Kälte geredet hatten entschlossen wir uns ins Bett zu gehn und morgens wieder früher los zu fahren. Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke des Zimmers:

Das wars für den 2. Teil, der Rest folgt in Part 3 of the incredible Cornwall Road Trip :) Den abschluss heute macht Bloc Party, mit einem treffenden Titel, denn “WE STILL REMEMBER” ;)

Es machte schnipp und da war es, mein letztes Wochenende in England. Wie geplant wollten wir an diesem Wochenenede nach Cornewall aufbrechen, wir das sind Dominic, Sebastian und ich.

Vielleicht kurz die Geschichte drumherum: Wir hatten entschieden relativ frei, also fast Backpacker Urlaub zu machen und somit nur ein Mietauto im vorraus gebucht. Dieses holte Sebastian dann in Stansted ab, sammelte Dominic auf und dann machten sie sich auf den Weg zu mir nach Winchester.

Da die beiden gut 2 Stunden zu spät waren, hatte ich zumindest Zeit meinen Kindl in Empfang zu nehmen und uns schonmal eine Reiseroute aussuchen. Mögliche Stops:

  • Weymouth (Tipp von David)
  • Exeter
  • Plymouth
  • Dartmore National Park
  • Newquay
  • St. Ives
  • Lands End
  • Bath
  • Bristol
  • Stonehange
  • and many more :D

Wie man sich vielleicht wundert, wir haben wirklich nur einen 4 Tages Ausflug geplant :D also mussten wir auf jeden Fall streichen :D So kam es dann auch, dass die zweite Strecke direkt von Weymouth nach Newquay führte.

In Weymouth erwartete uns dann auch der erste Blick aufs Meer, den Dominic treffend kommentierte:

Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

Ansonsten gab es in Weymouth jedoch nicht so viel zu entdecken: Eine Fish&Chips Bude die mir und Sebstian so einigermaßen Gute Pommes machten, dafür Dominic alte schmierige andrehten, eine sehr kitschige Museums Brauerei und einen schönen Regenbogen:

Ein weiterer Bonus, wir hatten Nachmittags noch immer keine Gedanken an eine Schlafmöglichkeit verschwendet und der Weg bis nach Newquay war geseäht mit überfüllten Hotels…

Endlich sagte man uns in der Jugendherberge sei noch genug Platz für uns und wir hatten schon alles fest gemacht, als dem guten Hausherr dann auffiel, dass wir vor 8 da sein müssten: Wir hatten schon 7 Uhr und noch gut 2 Stunden zu fahren… Also zurück Marsch Marsch und neu suchen. Hier meine Empfehlung: Der Lonely Planet Reiseführer kannte die verrücktesten Ho(s)tels und so fanden wir noch Platz im super gemütlichen Goofys, einer Mischung aus B&B und Surfer Lodge. (Leider haben wir total vergessen da ein paar Fotos zu machen…)

Nachdem wir unsere Betten bezogen und mal kurz verschnauft hatten, machten wir uns dann auf in die Stadt um noch etwas zu essen zu finden. Leider war die Auswahl etwas beschränkt und auch vieles das da war nicht vollste Akzeptanz fand, endeten wir bei einem Griechen, der uns jedoch alles andere als überzeugte, weder Preislich, noch geschmacklich :/

Am nächsten Morgen gab es dann ein gemütliches Frühstück und wir waren schon wieder voller Tatendrang:

Mehr folgt in Teil 2 unseres Road-diary ;D

Kurz vor meinen letzten UK Tagen bekam ich nochmal besuch. Andy kam für ein Wochenende vorbei um die Insel unsicher zu machen. Ich machte mich also Donnerstag morgen in aller frühe auf um ihn in London einzusammeln. Jedoch wartete ich an der Victoria Coach station relativ lange vergeblich. Als ich den guten letztendlich anrief sagte er, dass er eigentlich schon seit ner halben Stunde da sei… Leider aber an der Victoria Station… Also einen halben Kilometer weiter. Naja, nachdem wir uns dann doch endlich gefunden hatten machten wir uns auf zum Natural History Museum. Hier sah ich mein erstes großes Dinoskelett:

Danach verbrachten wir dann den nachmittag in Sohos Platten und Second Hand Shops, bevor wir um 12 endlich tod müde Winchester erreichten.

Am nächsten Tag schauten wir uns dann ein bisschen Winchester an, lernten so einiges über englischen Pudding, der nämlich eigentlich nicht Milch Pudding ist, sondern einfach nur ein Nachtisch.

Das war Part eins des Wochenendes, abschließend mit den fabulous Arctic Monkeys:

Nach den Kathastrophen der ersten hälfte des Wochenendes, nahm ich mir vor das alles am Sonntag hinter mir zu lassen und ein weiteres Stück England zu erkunden. Nach anfänglichem hadern ob Sailsbury, Bath oder Bristol, fiel die Wahl auf letzteres :)

Ich kann meinem Eindruck nach meinem Indie Travel Guide nur voll und ganz zustimmen: “Wunderhäßlich und Pottschön”. Der erste Eindruck aus dem Bahnhof: Dreckige Industrie, aber schon nach wenigen Minuten, moderne Einkaufserlebnisse.

Die Stadt ist durchzogen von alternativen Ecken, Prachtbauten und Bruchbuden. Alles ist da, nichts muss sich verstecken, das Gesamtbild passt. Hochoben tront die Suspensive Bridge über den Wipfeln der Stadt.

Und weil diese Stadt auch gleichzeitig viel gute Musik hervorgebracht hat, ein Stück der wohl bekanntesten Kinder Bristols:

 

Winchester Sky

 

Dieses Wochenende sah:

  • kaputter Computer
  • wirtschaftliches total KO meines Fahrrads
  • Lady Bug Plage (200 in 3×2,5m)
  • Contemplation:

Heute habe ich es endlich zur Roof Top Tour in der Cathedral geschafft. Diese kann ich auch nur Empfehlen, unser Guide Brian war sehr kompetent und hat die Tour mit Witzigen Storys aufgelockert.
Zuerst hat man sich dabei angesehn, wie alles von unten aussieht und wo man nachher seinen Weg machen wird. Danach war der erste (unfreiwillige) Stop im Raum der Bell Ringer, da die ersten schon wieder nach unten wollten, da ihnen die Stufen zu eng waren :D


Ich muss zugeben, für unsportliche und etwas beleibtere Menschen ist es sicher nichts, bei gerade einmal 40-50 cm breiter Wendeltreppe :) Aber irgendwie hat es auch Spaß gemacht durch dieses alte Gemäuer zu wandeln.

Was bleibt sind der Ausblick und das Gefühl ein Gebäude, dass um die tausend Jahre auf dem Buckel hat ein bisschen besser zu kennen.

“And the worst thing, i lost my cigarets…” Ihr Zug war vor 20 Minuten gefahren und sie musste nun laut Bahnanzeige 2 Stunden warten…

Aber wie kam ich denn überhaupt hierher:

Nachdem wir an meinen zweiten freien Tag mal wieder nicht aufstehen wollten und lieber den ganzen Morgen mit einem schlechten Film (Boat Trip) vergammelt hatten, brachen wir endlich gegen Mittag nach Eastleigh auf, wo wir uns um 5 mit den anderen ITs verabredet hatten um ein paar Runden GoKart zu fahren. Ich hatte wirklich vergessen wie viel Spass das macht :)

Ende vom Lied ist: Ich bin nicht agressiv genug für diesen Sport und somit einmal 5. und einmal 6. von immerhin 9. Danach gingen die meisten dann noch zu Wetherspoons um sowohl was zu essen, als auch das ein oder andere Pint hinter die Binde zu gießen. Ich hatte einen gar nicht so schlechten Steak-Grill-Teller und wir waren mal wieder die letzten im Pub bis wir rausgekehrt wurden. Hier fuhr ich dann alleine [ ;) ] wieder zurück nach Winchester.

Und da sind wir auch wieder am Bahnsteig. Sie war Mitte bis Ende zwanzig und studierte Veterinärmedizin in England/Irland. Warum auch immer sie in Eastleigh gelandet war, glücklich war sie dort auf keinen Fall. Nach einigen Versuchen konnte ich ihr dann auch endlich ein Lachen abgewinnen und dann unterhielten wir uns über sie, mich, die Welt und das beschissene öffentliche Nahverkehrssystem Englands. Ursprünglich kam sie aus Melburn und somit war sie mit dem englischen Wetter noch ein bisschen härter bestraft als ich. Sie hasste die englischen Züge und vor allem, da sind wir uns einig, sind die vieeel zu teuer. Und sie hasste es in England zu sein. Sie vermisste es für einen Dollar in ihrer Heimat weiter zu kommen als hier mit 10 Pfund.

Also versuchte ich erstmal für sie eine frühere Verbindung zu finden, was dank technischer Spielereien ja Gottseidank kein problem mehr ist ;) Naja, es wurde nicht viel rosiger, da sie zwar früher fahren konnte aber ewig brauchen würde…

Naja, ich dachte mir also, mach ihr die Zeit wenigstens so angenehm als möglich und begann ihr in ein Buch zu schreiben das sie mithatte. Ich erzählte ihr wo ich so wohne und dass es da wie beim Schiffeversenken zugeht in der Innenstadt, worauf Mannheim für sie nun nur noch Battleship City ist. Wir sprachen über Mitbewohner, World of Warcraft und andere Kathastrophen, ihr Buch füllte sich mit englisch Übersetzten Weisheiten von mir wie:

The english trains are calling on every chips shop

Und so fand sie ihr Lachen nach einer Weile zurück, und man glaubt es kaum, sogar ihre Kippen :) Was bleibt ist eine E-Mail Adresse in meinem Handy und mein Name in ihrem Buch, vielleicht added sie mich ja mal im Facebook.

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